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Ansteckende Blutarmut: Rumänische Pferdehändler brachten die Seuche nach Deutschland,umgingen vorgeschriebene Bluttests

Die anfängliche Panik in den Pferdeställen der Region hat nachgelassen, besorgt sind Tierhalter angesichts der letzten drei Fälle von Ansteckender Blutarmut bei Pferden und Eseln in Schwaben dennoch. „Die Situation ist etwas besser geworden, nachdem durch Pressekampagnen klargestellt wurde, dass das Thema ähnlich hoch geputscht wurde wie die Schweinepest oder die Vogelgrippe“, beschwichtigt auch Dr. Max Stechele, Tierarzt aus Bobingen sowie Vorsitzender des Schwäbischen Reit- und Fahrverbandes in einer Person, „zumal mir bisher kein einziger Fall bekannt ist, in dem sich ein Pferd in Deutschland angesteckt hat

Stechele und seine Kollegen sehen die Ansteckungsgefahr bei teils sogar unter 0,1 Prozent. Vorsicht und Vorsorge sei gut, Panik hingegen unangebracht, da nahezu alle bisher positiv auf die „Equine Infektiöse Anämie (EIA)“ getesteten Tiere aus rumänischen Beständen kommen und teils legal, zum größten Teil aber illegal nach Deutschland gebracht worden waren. So können jederzeit weitere infizierte Tiere gefunden werden, zumal nun auch immer mehr vorausschauende Stallbesitzer ihre Bestände komplett testen lassen, um Sicherheit zu haben.

Dessen ungeachtet floriert das dubiose Geschäft mit dem illegalen Pferdehandel. Da in Rumänien nach Schätzungen bis zu 15 Prozent aller Pferde mit dem EIA-Virus infiziert sind, besteht die Gefahr, dass ein Großteil dieser Tiere die Erreger nach Deutschland einschleppt und sich die Krankheit hier ausbreitet. Laut Internetportal Animal Health Online ist die Viruserkrankung in Rumänien im vergangenen Jahr rund 6000 Mal ausgebrochen, mehr als 11 000 Pferde wurden infiziert.„Eigentlich ist es nach EU-Richtlinen vorgeschrieben, dass Bluttests gemacht werden, doch scheinbar gibt es Möglichkeiten, diese zu umgehen“, sagt Stechele.

Wie gut es klappt, die Herkunft eines rumänischen Pferdes zu verschleiern, zeigt ein Beispiel aus dem Landkreis Cham: Ein Pferd war hier mit falschen Papieren aus Tschechien ausgestattet worden und hatte zusätzlich noch einen Datenchip implantiert, der wiederum Informationen lieferte, die nicht zum Pass passten. Die Kontrolleure brauchten entsprechend lange, um die ursprüngliche rumänische Herkunft des Tieres zu ermitteln.

Die Händler werden bereits polizeilich gesucht. Bei einem von ihnen handelt es sich um einen 33 Jahre alten Rumänen, der vermutlich 13 infizierte Pferde ohne gültige Papiere verkauft hat. In ganz Bayern sind bereits 15 Fälle bekannt und die Sprecherin des für Tierseuchen zuständigen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen, Katrin Grimmer, stellte klar: „Alle diese Fälle stehen in Zusammenhang mit illegalen Tiertransporten.“

Doch es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Pferde ohne Bluttest nach Deutschland zu bringen – als Schlachtpferde deklariert. Diese werden in der Regel nicht auf die „Equine Infektiöse Anämie“ getestet. Statt geschlachtet werden diese Pferde zu Dumpingpreisen an Reiter und Liebhaber verkauft. Die sind sich teils gar nicht bewusst, dass ihr Tier womöglich schon mit der Blutarmut infiziert ist oder sie glauben, Gutes zu tun, weil sie das Pferd vor dem Schlachter retten. „Es kann sein, dass hier die Krux liegt“, hält auch Tierarzt Max Stechele diese Händler-Masche für durchaus vorstellbar.

Am schnellsten auf die aktuelle Situation reagierte die Schweiz. Sie hat ab dem 1. Oktober 2010 den Import rumänischer Pferde verboten – obwohl dort bisher kein einziger Fall von Ansteckender Blutarmut bekannt ist.

Info Augsburger Tageblatt
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Blutarmut: Gefahr für Pferde im Kreis Marburg/Biedenkopf vorerst gebannt!

InfoQuelle : http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Roemershausen-ist-nun-Sperrgebiet

Römershausen ist nun Sperrgebiet

Am Montag meldeten die Behörden einen Fall von „ansteckender Blutarmut“ im Landkreis. Das erkrankte Pferd, das illegal von Rumänien nach Römershausen importiert wurde, ist eingeschläfert worden. Weitere Fälle sind derzeit nicht bekannt.
Marburg. Nachdem in den vergangenen Tagen Fälle der Pferdekrankheit „ansteckende Blutarmut“ in Fulda und im Lahn-Dill-Kreis bekannt geworden waren, kamen Veterinäre des Landkreises durch einen Kaufvertrag auf die Spur eines gleichfalls illegal aus Rumänien eingeführten Pferdes in Römershausen. Durch die anderen Fälle alarmiert, testeten sie das Tier, das keinerlei Symptome aufwies. Das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems, das zuständige Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, bestätigte die Krankheit. Nach den Angaben des heimischen Fachdienstes Veterinärwesen vom Dienstag wurde das Pferd bereits am Montag eingeschläfert.

Das zweite Pferd, das mit dem erkrankten Tier in einem Bestand lebt, war nicht von der Seuche befallen. Das gilt auch für alle anderen Pferde in Römershausen. Sollten die Veterinäre die Blutarmut noch bei einem weiteren Pferd nachweisen, so wird auch dieses Tier eingeschläfert werden müssen. Denn EIA – „ansteckende Blutarmut der Einhufer“ – ist eine unheilbare, virusbedingte Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe.

Die besorgten Pferdebesitzer weist der Landkreis darauf hin, dass die Ansteckungsgefahr bei der Blutarmut nicht sehr hoch sei. Sie sei keinesfalls vergleichbar mit anderen Erkrankungen wie etwa der Schweinepest oder der Maul- und Klauenseuche. Auf den Menschen ist das Virus nicht übertragbar.

 

 

 

 

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Aus aktuellem Anlass

Pferd im Kreis Marburg-Biedenkopf und Kreis Kassel an ansteckender Blutarmut erkrankt

Wiesbaden (agrar-PR) – Auch bei einem Pferd im Kreis Marburg-Biedenkopf und einem Pferd im
Kreis Kassel wurde die ansteckende Blutarmut nachgewiesen (Eqiune
Infektiöse Anämie). Das teilte eine Sprecherin des hessischen
Umweltministeriums am Montag in Wiesbaden mit. Nachdem bereits letzte
Woche ein Fall von ansteckender Blutarmut im Lahn-Dill-Kreis
bekanntgeworden war, wurde bei den beiden Pferden ebenfalls die
Krankheit festgestellt. Beide Pferde wurden illegal von Rumänien nach
Deutschland eingeführt. Die mit den Pferden in Kontakt stehenden Tiere
werden derzeit noch untersucht. Das Pferd in Kassel stammt aus einem
Stall mit 19 anderen Tieren. Im Stall in Marburg-Biedenkopf werden zwei
Tiere gehalten.
Die ansteckende Blutarmut ist eine Viruserkrankung von Pferden und
anderen Einhufern, die sich als chronische Krankheit mit Fieberschüben
manifestiert und nach unterschiedlich langem Verlauf tödlich endet.
Erkrankte Tiere scheiden das Virus mit allen Körpersekreten- und
exkreten aus. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende
Insekten, eher selten durch direkten Kontakt zwischen den Tieren
(Einhufern wie Pferde, Esel, Maultiere und Zebras). Menschen sind nicht
gefährdet. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis sechs Wochen.
Betroffene Tiere müssen eingeschläfert werden, da eine Therapie oder
eine Impfung nicht möglich ist.
Die Krankheit tritt überwiegend in Nord- und Südamerika, Afrika,
Asien Australien sowie Süd- und Osteuropa auf. In nord- und
mitteleuropäischen Ländern kommt die Krankheit nur sporadisch vor. Die
ansteckende Blutarmut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Tiere mit
unklarer Symptomatik sollten sofort dem Haustierarzt vorgestellt werden.
 Bei Seuchenverdacht muss das Veterinäramt informiert werden. (Ende / agrar-presseportal.de)

Mehr Info zu dem Thema hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ansteckende_Blutarmut_der_Einhufer

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